Über Sinn und Unsinn von Snapchat Marketing

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Drüben bei XING habe ich was zum Thema Snapchat-Marketing geschrieben:

Snapchat ist in aller Munde und muss ernst genommen werden. Klar, gegenüber den USA sind wir hier im deutschsprachigen Raum sicher in allen Belangen noch im Hintertreffen. Aber das Wachstum der Plattform ist enorm und darf nicht ignoriert werden. Überall her schreit man nun nach Konzepten. „Wir müssen als Firma auch einen Snapchat-Kanal eröffnen!“, hört man immer mal wieder.

→ Hier gibt es den kompletten Text zu Snapchat-Marketing ←

Das bin ich auf Snapchat – Kusito:

snapcode von kusito

Kusito

Warum es Klout braucht!

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social media / tool
Screenshot von Klout

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit mich mit Joe Fernandez, dem CEO von Klout, zu unterhalten. Am Wochenende hat ein Bericht „Wichtiger als Werbung ist, was uns Freunde empfehlen“ in der Sonntagszeitung eine rege Diskussion rund um Klout und Sinn oder Unsinn eines solchen Dienstes ausgelöst. Auch die Top10 Liste der Schweiz in Sachen Klout-Score wurde heftig diskutiert. Doch alles der Reihe nach.

Was genau ist Klout?

Klout erstellt anhand der Social Media Profile einer Person ein Score zwischen 1 und 100. 1 ist das Minimum und 100 das Maximum, damit soll aufgezeigt werden, wie einflussreich eine Person ist. Ein hyperaktiver Account wird nicht belohnt auf Klout. Es sind die Interaktionen von anderen Menschen, die zählen. Sprich Likes, Kommentare, Shares und Re-Tweets. Facebook, Twitter und Instagram sind diejenigen Plattformen welche am meisten Einfluss haben auf den Score. Ich habe selber einmal getestet, ob man mit gekauften Likes etwas erreichen kann. Dieser Test hat gezeigt, dass Klout gefälschte Likes im Griff hat. Auch Klout bekämpft Spam und unlauteres Verhalten der User. Eines der grösseren Probleme von Klout ist, dass ein ungepflegtes Klout-Profil nur auf Twitter basiert. Klout errechnet basierent auf dem Twitter Account einen Wert, welcher den Klout Score ergibt. Alle anderen Social Media Plattformen muss man zusätzlich selber mit Klout verbinden und Klout den Zugriff auf diese gewähren. Wie der Klout Score berechnet wird, ist nicht bekannt und das ist auch gut so. Wir wissen zum Glück ja auch nicht wie Google funktioniert. Wüssten wir es, wäre Google unbrauchbar! Das gleiche gilt für Klout.

Warum es Klout braucht?

In einer grossen Firma hat ein Community Manager irgendeinmal die Übersicht nicht mehr. Da ist man froh, wenn einem ein Dienst wie Klout einen raschen Überblick gibt, ob jemand enflussreich ist oder nicht. Man hat nicht jedes Mal Zeit, einen User von A bis Z zu recherchieren und sich so ein Bild zu machen. Ausserdem finde ich die Perks, welche Klout anbietet, ein sehr interessantes Tool um neue Produkte zu lancieren. Dank Klout erreiche ich so auch User, welche mir evtl. bis jetzt noch nicht bekannt sind. Ich kann so meine eigene Social Media Bubble durchbrechen und auch Leute erreichen, welche bis jetzt nicht auf den eigenen Plattformen erschienen sind.

Stimmt die Top10 Klout Rangliste?

Ja, ich war gestern selber überrascht, mich auf der Top 10 Liste der Schweiz zu finden. Mache mir aber nichts daraus. Kafi und Gipfeli konnte ich mit Klout heute morgen nicht bezahlen! ;-) Deshalb habe ich bewusst nirgends auf diesen Artikel verlinkt. Die Frage ist nur auf was genau diese Top 10 Liste basiert? Zum einen sind die Top 4 vielen in der Social Media Szene nicht bekannt. Das ist schon mal verdächtig! Ich weise immer wieder gerne darauf hin, dass es viele Micro-Kosmen gibt im Internet. Die Bubble lässt grüssen. Deshalb ist es so wichtig diese zu durchbrechen. Ein kleiner Einschub: Eine Konferenz in England oder Paris bringt oft mehr als eine im Social Media Kuchen Schweiz oder Deutschland. Es gingen sicherlich auch Leute vergessen. Zum Beispiel Mike Schwede. Aber evtl. wurde er nicht als Schweizer erkannt, da er auch regelmässig in Berlin und London ist. In seinem Twitter-Profil steht an erster Stelle London und was er auf Klout im Profil hinterlegt hat, sieht man leider nicht. Ja, die Zuteilung in welches Land eine Person gehört, passiert sicher basierend auf den Angaben in Klout oder eben sonst automatisch. Es wurde auch oft auf die Schweiz Klout Score 55+ Liste verwiesen. Auf dieser Liste sind aus Firmensicht jedoch nur 2 Personen interessant. All die Stars (Roger Federer, DJ Bobo, etc.) kann eine Firma direkt mit Sponsoring angehen. Ausserdem sind noch einige Personen gelistet, welche durch ihren Job (Journalismus oder ähnlich) gebunden sind. Daher spricht Klout auch von sogenannten perkable Users. Das sind User, welche für einen Perk in Frage kommen. All die Stars bleiben da sicherlich schon einmal auf der Strecke. Daher wäre interessant zu wissen, wie diese Rangliste genau erstellt wurde. War es der öffentliche Score oder war es der interne Score von Klout, welche die perkable User festlegt? Ein Frage, welche nur durch Klout beantwortet werden kann. Aber meiner Meinung nach nicht unbedingt beantwortet werden muss. Klout muss unbedingt ein kleines Mysterium bleiben.

Klout Top 10 Schweiz

Klout Top 10 Schweiz

Fazit:

Ich stelle immer wieder fest wie hoch die Erwartungen sind an relativ junge Services. Das konnte man kürzlich auch bei www.ello .co beobachten. Die Erwartungen an Ello sind oft unrealistisch hoch! Gebt doch diesen jungen Plattformen ein wenig Zeit. Es wurde auch im Internet noch nie ein Genie an einem Tag geboren. Facebook wurde 2004 gegründet und hatte den Durchbruch auch erst ein paar Jahre später. Auch Google brauchte 4 Jahre bis sie die Nummer 1 waren. Mich persönlich interessiert Klout sehr, weil ich überzeugt bin, dass es so etwas wie Klout braucht. Mich interessiert aber vor allem wie Klout funktioniert. Genau gleich wie ich zu verstehen versuche, wie Google funktioniert. Dank Gamification wissen wir aber auch, dass Menschen angespornt werden durch Dinge wie Klout-Score. Tja, da sind wir irgendwie auch unseren inneren Hormon-Reaktionen ausgeliefert. Die Reaktionen gestern haben gezeigt, dass es eben doch nicht alle kalt lässt.

Fanpage Qualität – Gekaufte Fans?

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Immer wieder sehe ich Facebook Fanpages welche über Nacht eine mehr oder weniger gerundete 1000er Zahl Fans zulegen und so die Qualität der Fanpage geradezu vernichten. Gegen aussen Fix – innen nix! Warum macht man das? Der einzige Grund welchen ich nachvollziehen kann ist: Um bei Kooperationspartnern besser zu Punkten. Der Fanpage mehr Gewicht zu verleihen. Doch wer das macht, schadet sich und seiner Fanpage in sehr starker Weise. Hier sehen wir ein Beispiel einer deutschsprachigen Reiseseite Fanpage, welche in kurzer Zeit starken Fanzuwachs hatte:

Grafik - Plus 5000 Fans in 48 Stunden!

Plus 5000 Fans in 48 Stunden!


In diesem Beispiel waren es ca. 5000 neue Fans in 48 Stunden, welche meines Erachtens gekauft wurden. Mit 99% Sicherheit wurden diese Fans gekauft. Ob von den Fanpageinhabern oder von Dritten kann man nicht sagen. Sicher ist, es schadet der Fanpage! Vor dem Zukauf waren es ca. 600 Fans, jetzt sind auf einer deutschsprachigen Seite über 4000 Fans, welche kaum mit der Fanpage interagieren werden, weil ihre Sprache nicht Deutsch ist.
Aufteilung der Fans nach Länderherkunft

Aufteilung der Fans nach Länderherkunft


Der Edgerank wird schlecht sein und die Sichtbarkeit der Posts in der Timeline der Fans sehr schlecht. Tja, leider schadet man so nicht nur sich selbst sondern auch anderen welche auf diese Art und Weise versuchen ein Business oder zumindest ein wenig ihre Leidenschaft zu finanzieren. Solche Aktionen sind nicht vertrauensbildend und schaden deshalb auch anderen.
Wie kann ich als Auftraggeber kontrollieren wie die Zusammensetzung einer Fanbase ist und somit auch etwas über die Qualität der Fanbase erfahren? Am einfachsten ist es mit dem Tool Facebook Like Check von SternTV. URL der Fanpage eingeben und man kriegt die Zusammensetzung nach Länder der Fans. Achtung: Oft dauert es 3-5 Tage nach einem rasanten Anstieg der Fans, bis man Resultate mit diesem Tool bekommt. Eine weitere Alternative ist www.socialbakers.com auf der ich meine Screenshots gemacht habe. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist sicher die Aktivität auf einer Seite. Wie oft wir von Fans Kommentiert und geliked? Oder fragen sie nach der Seitenstatistik (Reichweite) welche jede Fanpage auf Facebook geliefert bekommt.
Update: Ich wurde gefragt wie den solche Likes entstehen? Es gibt diverse Seiten im Internet auf denen man diese einkaufen kann. Hier findet ihr einen Bericht der ARD Tagesschau: Gute Geschäfte mit falschen Facebook Freunden

Netzpolitik Schweiz

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In Sachen Netzpolitik und Schweiz gibt es noch viel zu tun. Auch hier sind wir, die User ohne die das Internet wohl nicht funktionieren würde, sehr schlecht organisiert. Was heisst das? Im Bundeshaus gibt es sehr wenige Politiker welche von Netzpolitik wirklich was verstehen. Ich glaube man kann diese an einer Hand abzählen. Es gibt auch keine wirklich starke Lobby-Organisation welche die Interessen der User in Bern vertreten kann. Klar ein paar wenige kleine mit sehr limitierten Mittel gibt es. Aber um wirklich etwas zu bewegen in Bern braucht es am Schluss engagierte Leute und vor allem auch Geld. Daher müsste man eigentlich auch eine Organisation gründen, welche die Interesse der User im Internet in Bern gegenüber der Politik in Zukunft professionell verfolgen und vertreten kann. Themen gibt es genügend BüPF, AGUR12, Netzneutralität, Informationelle Selbstbestimmung, etc. Es werden wohl noch einige mehr auftauchen in den nächsten Jahren und alle können einen grossen Einfluss auf unser zukünftige Leben in und mit dem Internet sehr stark beeinflussen.

Diese Zeilen habe ich geschrieben, weil Sascha Lobo an der repuplica 2014 in Berlin genau diese Problem anspricht in Deutschland. Wir haben in der Schweiz mehr oder weniger die gleiche Ausgangslage. Daher ist es schon fast Pflicht diese Video zu schauen und sich einmal Gedanken zur Netzpolitik in der Schweiz zu machen.
Was denkt ihr zur Netzpolitik in der Schweiz? Braucht es eine Internet-User-Lobby?

 

Crowdfunding Studie Schweiz

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crowd

Crowdfunding ist eine tolle Sache und macht süchtig. Ich selber habe schon viele verschieden Projekte auf kickstarter, 100-Days und wemakit unterstützt. Nun hat die HTW Chur eine Studie zu Crowdfunding in der Schweiz veröffentlicht. Die Studie gibt einen sehr guten Einblick in die Crowdfunding-Landschaft Schweiz, wo die Potenziale sind für Unternehmen und welche Stolpersteine es zu beachten gibt. Für mich als Backer von solchen Projekten ist die Kommunikation eines der Schlüsselelemente. Immer wieder stelle ich fest, dass nach dem Zustandekommen relativ schlecht und viel zu wenig kommuniziert wird von Seiten der Leute welche mein Geld bekommen habe.

Hier geht es zur Studie: Crowdfunding für Unternehmen – Plattformen, Projekte und Erfolgsfaktoren in der Schweiz

Google Stars – Curation-Tool oder Bookmark-Tool

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google+

Ein Stern am Google Himmel! So etwas wünsche ich mir schon sehr lange. Ein Bookmarken-Tool welches in der Google Welt voll integriert ist, eine Verschlagwortung hat und bei dem ich Listen auch mit anderen Leuten problemlos sharen kann. Mehr zum Thema gibt es drüben bei m T3N-Magazin: Google Stars: Brandneues System im Google-Universum

Screenshot Google Stars

Google Stars

Bild by Florian Kiersch

Oreo Super Bowl Blackout Tweet

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twitter

Wer Social Media in Perfektion betreiben will, muss fast 24/7 „ready to go“ sein. Letzte Nacht während des Super Bowl Blackout hat Oreo gezeigt wie das geht. Als unerwartet im Stadion das Licht ausging, hat Oreo sehr schnell reagiert, ein passendes Bild kreiert und dies getwittert.

Klar, das braucht Ressourcen und vor allem eine gute Idee. Auch zeigt dieses Beispiel einmal mehr auf, dass viele Skills In-House vorhanden sein sollten. Nur so kann schnell und unkompliziert reagiert werden. Auch muss das Social Media Team über die entsprechenden Freiheiten verfügen. Ansonsten wäre eine solch erfrischende Aktion innerhalb kurzer Zeit kaum möglich gewesen.

Der Lohn: Ca. 15’000 Re-Tweets und knapp 5000 Fav’s!

Well done Oreo!

 

Oreo Super Bowl Blackout Tweet

Am Super Bowl 2013 hat Oreo sehr schnell auf einen Stromausfall mit diesem Tweet reagiert.

Am Super Bowl 2013 hat Oreo sehr schnell auf einen Stromausfall mit diesem Tweet reagiert.

 

Personalisierte Suche: Google vs. Facebook

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Google_vs_Facebook

In der Sonntagszeitung vom 27.01.2013 schrieb David Bauer eine interessante Kolumne. Er thematisierte die neue Facebook Suche im Vergleich zu Google. Allerdings hat er meines Erachtens einen wichtigen Fakt nicht beachtet. Google und Facebook verwenden zwei ganz verschiedene Ansätze als Basis der personalisierten Suche. Google verwendet vorwiegend das Verhalten des Users und Facebook benutzt als Datenbasis all die freiwilligen Angaben der User. Das hat meiner Meinung nach folgen bei der Qualität der Suche. Dazu später mehr.

“Die Art, wie Google das Netz durchsucht, war lange Zeit für praktisch alle Bedürfnisse die effizienteste.” schreibt David Bauer. Facebook greift nun Google mit der neuen Suche in diesem Punkt an. Was interessant ist, dass wir auf Facebook Resultate geliefert bekommen, welche von unseren verlinkten “Freunden” auf Facebook validiert sind. Sprich, je höher die Reputation eines Freundes bei mir ist, desto schneller habe ich Vertrauen in das Suchresultat, welches mir Facebook präsentiert. Sei es ein Buch, ein Restaurant oder eben auch eine Person, welche ein Profil auf Facebook hat. Klar, die Facebook Suche kann noch viel mehr, aber auf das will ich hier nicht eingehen. Mehr dazu gibt’s bei Thomas Hutter „Facebook: Suche im Social Graph“.

Jedoch ist Google auf diesem Gebiet alles andere als untätig, sondern verfolgt mit Google+ genau das selbe Ziel: Suchresultate personalisieren und durch eine Person, welche mit mir befreundete oder mir zumindest bekannt ist, zu verifizieren.

Personalisierte Suche auf Google und Facebook

Nun gibt es aber einen grossen Unterschied zwischen Google und Facebook in der Art und Weise wie die Personalisierung stattfindet.

Bei Facebook werden vorwiegend Daten genutzt, welche ich als User freiwillig an- und freigebe. Oder Daten, welche ich angegeben habe, um ein gewisses Image zu repräsentieren. Ein Facebook-Profil muss also mit gewisser Vorsicht betrachtet werden. Was ist wahr und was nicht? Ein Beispiel von mir: Ganz am Anfang nahm ich mir die Zeit, mein Facebook-Profil so gut wie möglich auszufüllen. Aber auch stets mit dem Gedanken, wie die Angaben, die ich auf Facebook preisgebe, gegen Aussen wirken. Nun ist es allerdings nicht so, dass ich alle paar Wochen mein Facebook-Profil pflege, um es aktuell zu halten. Ich trage auch nicht alle meine Ferien etc. ein. Warum? Weil nicht mein ganzes Leben im Internet dokumentiert sein muss und ich, wie viele andere auch, gerne eine gewisse Privatsphäre habe. Es kann also davon ausgegangen werden, dass eine Mehrheit der Facebook-Profile alles andere als komplett sind oder sogar auf falschen Angaben beruhen (Imagepflege).

Wie wird nun bei Google die Suche personalisiert? Google hat zwei Möglichkeiten: Die erste bedingt, dass die suchende Person ein Google+ Profil hat. Wer unter google.com sucht und eingeloggt ist bekommt bereits heute zeitweise personalisierte Suchresultate. Auf google.ch ist dies im Moment noch nicht der Fall. Wir sind in der Schweiz noch auf einer älteren Google-Version unterwegs. Google hat noch einen zweiten grossen Vorteil, wie Suchresultate personalisiert werden können. Dieser basiert auf meinem Suchverhalten. Ich persönlich denke, dass dies die beste Grundlage für eine personalisierte Suche ist. Google kann mir also Suchresultate basierend auf meinem Suchverhalten liefern. Unbestätigten Quellen zufolge weiss Google bereits nach durchschnittlich acht Sucheingaben von mir mein Geschlecht, mein ungefähres Alter, wo ich mich im Moment befinde und was meine Interessen sind. Was Google bereits von mir weiss, kann unter Ads Preference im Google Account nachgeschaut werden. Bei mir sieht dies so aus:

Google Search Profil - Personalisierte Suche

Aufgrund meiner Google Suche hat Google dieses Profil erstellt.

 

Grob zusammengefasst wird Facebook mir personalisierte Suchresultate liefern, welche auf Angaben von Personen basieren. Google dagegen wird einen Mix liefern zwischen Angaben von Personen und meinem Suchverhalten. Ich denke, dass die Datengrundlage für die personalisierte Suche bei Google genauer ist. Was heisst das für Facebook? Nichts. Weil Facebook andere Stärken hat. Ich denke, dass die Facebook interne Suche mit dem Facebook Search Graph viel besser werden wird. Hier liegt nämlich ein riesiges Potential Brach bei Facebook. Im Moment lässt die Facebook-Suche sehr viel zu wünschen übrig.

Bekanntlich ist YouTube die zweitgrösste Suchmaschine hinter Google. Wenn Facebook eine gut funktionierende interne Suche anbieten kann, könnte sich dies jedoch schnell ändern. Wieso? Weil die Leute nun einmal dort suchen wo sie sich befinden. Zudem wird auf Facebook viel Zeit verbracht. Auch finden mich auf Facebook Dinge. Facebook ist also auch Inspiration durch andere. Ich entdecke dank anderen Menschen Sachen, welche mir bisher unbekannt waren. Kuration ist einer der grossen Vorteile von Facebook, wobei Google in diesem Punkt noch im Abseits steht. Auf der anderen Seite bietet der Facebook Search Graph eine neue Art der Suche, welche durchaus ihren Reiz haben kann.

Mein Fazit: Ich denke nicht, dass Facebook im Moment grossen Druck auf Google ausüben wird. Klar kann sich das ändern, aber ich glaube, zurzeit hat Google die genauere Datengrundlage, um personalisierte Suchresultate zu liefern. Facebook dagegen wird eine verspieltere Suche anbieten, gespickt mit vielen privaten Insights von Menschen. Eine gute Voraussetzung, dass diese Suche gut bei den Usern ankommen wird.

Es bleibt spannend im Kampf um die Such-Vorherrschaft im Internet!

Was denkst du über die personalisierte Web-Suche?

 

Weiterführende Links:

Wie viele User hat Google+?

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google+ / social media

Antworte nicht mit “Es ist niemand da!“. Du kaufst auch nicht einen neuen Kühlschrank und er ist bereits mit Lebensmitteln gefüllt. Millionen und Abermillionen von Menschen sind bereits auf Google+. Du gibst dir zu wenig Mühe. Wen 500 Millionen angemeldet sind und Schätzungen davon ausgehen, dass etwa 250 Millionen Menschen auf Google+ sehr aktiv sind, sind das mehr Menschen als auf Twitter. Du bist einfach noch nicht verlinkt mit ihnen!

G+ Logo

Diese Aussage habe ich im Blog-Post “Google Plus is a Social Backplane Service” von Chris Brogan gelesen und auf deutsch übersetzt. Ich stimme seiner Aussage voll und ganz zu. Es mag sein, dass es im deutschen Sprachraum noch weniger Leute auf Google+ hat als in englischsprachigen Ländern. Aber wer sucht der findet. Ich persönlich beobachte immer wieder, dass gerade auf Google+ sehr sachliche und interessante Diskussionen entstehen. Oft auch mit Menschen, welche ich noch nicht kenne.
Google+ gefällt mir immer besser. Und wie Chris Brogan in seinem Blog schreibt, ist Google+ eben nicht eine Social Plattform, sondern macht die verschiedenen Google Plattformen “social”.

  • Was denkst du über Google+?